Beiträge von Amigo

    Ich sag ja immer wieder: Einfach ganz normal fahren ohne darüber nachzudenken. Die Autos sind mittlerweile intelligent genug oder gar intelligenter als wir, zu entscheiden, wann sie welchen Antrieb nutzen wollen.

    Da bringt es auch nichts, zwischendurch immer wieder zu provozieren, dass der Verbrenner abschaltet. Oder könnt ihr mit Sicherheit (besser als das Auto) sagen, ob ein Verbrennerbetrieb im optimalen Wirkungsbereich mit Überschussabgabe in den Akku in diesem Moment nicht vielleicht besser wäre als ein alleiniger Betrieb des E-Motors?

    Mit diesem "Gaspedal lupfen" verfälscht man die tatsächlichen Gegebenheiten für die Elektronik. Ich würde diese ganzen Spielchen gar nicht erst machen. Das, was man E verfährt, muss später sowieso wieder vom Verbrenner erarbeitet werden. Da ist nichts gewonnen.


    Ich mache das schon eine Weile so und ich kann dir sagen, dass die „einfach ganz normal fahren“-Methode nicht zu Verbräuchen im Bereich der Verbrauchsangaben vom Hersteller bzw. sogar darunter führt. Vorausschauendes fahren und sparsam mit dem Gaspedal sein ist das A und O. Beim Hybrid ist eine hohe Rekuperation von Vorteil, dafür gibt es auch Tricks. Das Auto gibt auch Tipps und signalisiert dem Fahrer z.B., wann man vom Gas gehen könnte bzw. sollte. Wenn man das alles umsetzt, dann kommt man dem optimalen Fahrverhalten ziemlich nahe. Man sollte nicht glauben, das Fahrzeug macht alles von allein.

    Mich würde eher wundern, wenn Ford es hier anders gemacht hätte. Bei den BEV's wird beim Verbrauch ja auch mitgerechnet, wenn dass Auto rollt/rekuperiert. Und ich kenne auch keinen Hybrid, der das anders macht.

    Ich verstehe was du meinst. Aber bei reinen Elektrofahrzeugen oder reinen Verbrennern splittet der BC nichts auf, wozu oder was denn auch. Man könnte Standzeiten oder antriebsloses Rollen problemlos herausrechnen, aber die meisten Kunden würden das vielleicht als unnütze Spielerei ansehen.

    Beim Hybrid ist das faszinierende, wie beide Antriebsarten zu einer Einheit kombiniert werden. Manche wollen dann eben wissen „wieviel“ man denn mit dem einen oder dem anderen Antrieb gefahren ist. (Was natürlich stark vereinfacht ist, denn das technische Meisterstück ist ja, wenn beide Motoren perfekt als ein Hybridantrieb zusammen laufen.)

    Andererseits: wenn eine Kategorie „nur Verbrenner“ da sein würde, dann könnte man auch gut nachvollziehen, woher (bergauf oder mit hoher Geschwindigkeit) die hohen Verbräuche her kommen. Irgendwann ist die kleine HV Batterie ja leer.

    IMG_7784.jpg

    Erster Fall (siehe Foto, ein Extrem): fast 80% elektrisch bei 0,476 Liter Absolutverbrauch auf 17 km. Die wurden aber auf nur 3,6 km verbrannt, also 13,2 l/100km auf dem kurzen Stück wo der Verbrenner läuft. (Das Gaspedal wurde dabei nur leicht betätigt.)


    Zweiter Fall: ca. 50% elektrisch gefahren und der Verbrauch trotzdem bei über 8 l/100km. Dabei sind mit diesem Mix (dritter Fall) auch unter 5 l/100km möglich.

    Wie wir wissen, kann man den Verbrauch minimieren, wenn man möglichst viel elektrisch fährt und wenn man dort, wo man es nicht tut, möglichst wenig Gas gibt.

    Wie man beim Fall 1 sieht, steigt bei einem sehr hohen elektrischem Anteil der Verbrauch des Verbrenners wieder an. Dagegen kann man nichts tun, irgendwoher muss die Energie ja kommen.

    Und sonst? Ordentlich Gas geben, wenn der Verbrenner sowieso am Laufen ist? Nein, nicht ganz. Man sieht bei Fall 2 wie der Verbrenner mit über 16 l/100km gefahren wurde und im Fall 3 mit unter 10 l/100km.


    Sorry für so viel Mathe, schönes Allerheiligen noch!

    yep. Hab sie im Kofferraum unter dem Reserverad gefunden ??

    Also bei mir ist sie da nicht. Ich hatte sie weiter vorn unter den Rücksitzen gesehen. Wenn eine größere Batterie da Platz hat, wieso hat Ford nicht von Anfang an etwas mit mehr als 1,1 kWh (ich meine mich an diese Zahl zu erinnern) eingebaut?


    P.S. Ach so, es geht um die 12V-Batterie… Ich schrieb von der HV-Batterie zum fahren. Auf jeden Fall sind beide Batterien nicht in der Reserveradmulde. ;)

    Ich denke auch, dass es um etwas Beschönigung geht. Beim Ausschalten bekommt man doch stolz angezeigt, dass man x km gesamt und y km elektrisch gefahren ist. Das eine gute Bilanz an dieser Stelle nicht automatisch einen niedrigen Verbrauch bedeutet hat bestimmt jeder schon mal erlebt.

    Wenn man den Hybriden als Übergang zum Elektroauto versteht, dann ist natürlich das Ziel, möglichst viel ohne Verbrenner zu fahren.

    Auf der Autobahn wenn man etwas flotter fährt, dann sorgt der Luftwiderstand stark ansteigende Verbräuche. Gerade bei einem größeren Fahrzeug ist das keine Überraschung. Der Unterschied zwischen 100 oder 120 km/h ist bereits deutlich. Auf der Landstraße ist der Vollhybrid in seinem Element, Stadtverkehr kann er auch gut. Mir hat das viele Autobahnfahren den Durchschnittsverbrauch auf 6,1 Liter "ruiniert", ansonsten bestätigt der BC, dass Verbrauch ansonsten etwa bei 5,0 Liter liegen würde. Bergab benutze ich gerne mal die L-Taste, um stärker zu rekuperieren. Das Problem beim Vollhybrid ist ja, dass die Batterie so eine kleine Kapazität hat und man praktisch nie genug Strom hat. ;)

    Dieser Artikel wurde teilweise identisch nacheinander in mehreren verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Ich habe mich gewundert, der FHEV ist ja schon ein paar Jährchen auf dem Markt. Noch mehr habe ich mich gewundert, als das Fahrwerk so gelobt wurde. Ich fahre meinen Vollhybriden (Jg 22) gerne, aber das Fahrwerk stellt mich nicht zufrieden. Das vom Vorgänger (Kuga 2) war wirklich viel besser. Als Dieselersatz sehe ich den FHEV insbesondere auf der Langstrecke auch nicht. Bei Autobahnfahrten insbesondere wenn flotter gefahren wird kann der Vollhybrid seine Stärken kaum noch ausspielen und der Verbrauch geht in die Höhe. Ein Vollhybrid fährt nicht per se sparsam, man muss ihn sparsam fahren können. Das ist ein längerer Lernprozess, vor allem mit dem Gaspedal richtig umgehen zu können.